Vieh

Ein paar Zahlen zur Kuh

Eine Kuh produziert im Tag 200 Liter Speichel – daher muss sie viel Wasser trinken. Noch um einiges imposanter ist folgende Zahl: Durch das Drüsengewebe im Euter müssen 500 Liter Blut fliessen – damit 1 Liter Milch entsteht.

So viel frisst eine Kuh

Pro Tag frisst eine Kuh bis zu 100 Kilogramm Gras und säuft 50 Liter Wasser. Wenn sie aber im Winter Heu frisst, braucht sie davon nur 20 Kilogramm. Dafür trinkt sie bis zu 100 Liter Wasser.

Milchleistung der Kuh

Eine Kuh gibt im Tag rund 20 bis 35 Liter Milch. Die Milchleistung ist abhängig von Rasse, Leistungsfähigkeit, Fütterung und Klima.

Auch Kühe schlafen

Eine Kuh schläft pro Tag drei bis vier Stunden – immer in kurzen Etappen.

Weniger Vieh auf Schweizer Alpen

Gemäss Bundesamt für Statistik umfasst die Sömmerungsfläche in der Schweiz rund 460'000 Hektaren, das sind rund 30 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche. Von den rund 7300 Sömmerungsbetrieben sind 54 Prozent im Besitz von Privaten, 13 Prozent im Besitz von privatrechtlichen und 33 Prozent im Besitz von öffentlich-rechtlichen Körperschaften.

In den letzten Jahren hat in der Schweiz die Zahl der gesömmerten Tiere abgenommen. Besonders markant ist der Rückgang auf den Alpen bei den Milchkühen. Leicht zunehmend ist hier die Zahl der Mutter- und Ammenkühe. Im Kanton Uri ist zurzeit noch keine grosse Veränderung feststellbar. Fraglich ist jedoch auch hier, wie sich die neue Agrarpolitik des Bundes auswirken wird.

Taxe fürs Vieh

Um Vieh auf die Alpen der Korporation Uri auftreiben zu dürfen, bezahlen die Älpler eine Taxe, das so­ genannte Weidgeld oder Viehauflag. Diese Taxe ist nicht abgestuft nach der Dauer der Nutzung, sondern nach der Art des Viehs und ob es sich um eigene oder fremde Tiere handelt. Berücksichtigt wird auch, ob der Besitzer Korpora­tionsbürger ist.

Kälbermast und Mutterkuhhaltung

Obwohl die Milchproduktion im Kanton Uri nach wie vor einen grossen Stellenwert hat, wird Kälbermast und Mutterkuhhaltung immer wichtiger. Die Kälbermast ist weitverbreitet und ermöglicht eine Verwertung der Milch vor Ort. Bei der Mutterkuhhaltung wird durch eine extensive Bewirtschaftung vermehrt Freiraum für einen Nebenerwerb geschaffen. Gerade in den Bergtälern sind immer mehr Bauern auf einen Nebenerwerb angewiesen.