Fellenen

Die Weiden der Alp Fellenen breiten sich östlich von Gurtnellen im engen Fellital zwischen gut 1200 und 1800 m ü. M. aus. Das abgeschiedene Tal ist ein Naturschutzgebiet, weshalb es auch keine befahrbaren Strasse zur Alp gibt. Vier Genossenschafter treiben Vieh auf die Alp Fellenen. Sie beschäftigen einen Senn und einen Hirten. Rund 30 Kühe und 45 Rinder sömmern auf den zwei Stafeln des Alpgebiets. Auf beiden Stafeln verarbeitet der Senn die Milch nach alter Vätersitte im «Chessi» über dem Holzfeuer zu Käse. Am Ende der Alpzeit fliegt ein Helikopter den nicht auf der Alp verkauften Käse ins Tal, wo ihn die Genossenschafter untereinander aufteilen. Im Fellital hauste gegen Ende des 18. Jahrhunderts der bekannte Felli-Tresch. Der Einsiedler machte sich einen Namen mit Bergsteigen und Strahlnen.

Der Name Fellenen wird für Felsabsätze oder sonstige steile Stellen gebraucht.

Der Senn stellt auf Fellenen hauptsächlich einen dreiviertelfetten Alp­käse her. Während des Reifens wird der Käse nicht gewaschen oder behandelt. So wächst aussen ein grauer Schimmel. Insgesamt rund zweieinhalb Tonnen Käse sowie ein bisschen Butter wird während der Sommermonate produziert. Zum Verkauf stehen die Produkte bei den Alphütten des Oberstafels Obermatt und später privat bei den Alpgenossenschaftern.

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Alpgenossenschaft Fellenen
Bernhard Baumann
Tel. 041 883 14 59